29.05.2019, 14:00

La Française bereinigt Veritas-Fondspalette

Aus elf mach' neun: Kaum hat La Française das Frankfurter Investmenthaus Veritas übernommen, schrumpft die Zahl der deutschen Publikumsfonds. Bei den verbliebenen Produkten müssen Anleger mit einer Umbenennung rechnen, verrät der Chef des Pariser Asset Managers im Gespräch mit FONDS professionell.

© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Patrick Rivière, Chef von La Française, möchte die Marke "Veritas" künftig nur noch für Multi-Asset-Portfolios nutzen.

Der Pariser Asset Manager La Française reduziert die Zahl der früheren Veritas-Investment-Publikumsfonds. Der Veri ETF-Allocation Emerging Markets wird am 28. Juni auf den Veri ETF-Allocation Dynamic übertragen, der Veri-Safe geht am gleichen Tag auf den Veri ETF-Allocation Defensive über.

"Ziel und Hintergrund der geplanten Verschmelzung ist die Bündelung vertrieblicher Maßnahmen, von der sich die Kapitalverwaltungsgesellschaft eine nachhaltige Steigerung des Anlagevolumens verspricht", heißt es in einer Anlegerinformation. "Die Verschmelzung der Investmentvermögen soll zu einer kosteneffizienteren Verwaltung und Umsetzung der Anlagepolitik im Interesse der Anleger führen."

Keine weiteren Verschmelzungen geplant
Von aktuell elf Veritas-Publikumsfonds bleiben damit neun erhalten. "Weitere Verschmelzungen sind derzeit nicht geplant", teilte ein Sprecher von La Française Asset Management auf Anfrage der Redaktion mit. Das Pariser Investmenthaus hatte die Veritas-Gruppe im vergangenen Jahr übernommen. Mitte März war die Transaktion abgeschlossen. Seither heißt Veritas Investment aus Frankfurt La Française Asset Management (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Der Veri ETF-Allocation Emerging Markets verwaltet aktuell nur 2,7 Millionen Euro, der Veri-Safe rund 3,1 Millionen Euro. Portfolios dieser Größe gelten als unwirtschaftlich, sowohl für den Anbieter als auch für die Anleger. Gerade der Veri-Safe und der Veri ETF-Allocation Defensive seien sich sehr ähnlich, betont der Sprecher. Beide würden mit dem hauseigenen "Risk@Work"-Ansatz gesteuert. Deshalb sei eine Zusammenlegung sehr sinnvoll.

Marke "Veritas" künftig nur noch für Multi-Asset-Portfolios
Trotz der Übernahme der Frankfurter Investmentboutique durch den Pariser Asset Manager ist es nicht geplant, Veritas-Fonds mit La-Française-Produkten zusammenzulegen. "Es gibt kaum Überlappungen bei den Sortimenten. Veritas Investment managt Aktien- und vermögensverwaltende Fonds, La Française ist auf Anleihen und bei Aktien auf Impact Investing spezialisiert", sagte La-Française-Chef Patrick Rivière im Interview mit FONDS professionell. Das Gespräch ist in voller Länge in der aktuellen Heftausgabe 2/2019 erschienen, die den Abonnenten in den kommenden Tagen zugestellt wird.

Rivière zufolge möchte La Française die Marke Veritas nur noch für Multi-Asset-Produkte nutzen. "Die anderen Veritas-Publikumsfonds werden wir eines Tages umbenennen", so Rivière in dem Interview. Einen genauen Zeitplan konnte er allerdings noch nicht nennen. (bm)

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